GEO ist mehr als nur SEO 2.0

2025 hat Google die AI Overviews und den AI Mode gelauncht. Das digitale Suchverhalten befindet sich dadurch – und durch andere KI-Tools wie ChatGPT, Perplexity und Googles Gemini – definitiv im Wandel. Bei GEO geht es darum, Inhalte so zu gestalten, dass generative KI-Suchsysteme diese nicht nur finden, sondern in ihren Antworten erwähnen oder zitieren.

Für alle, die die wichtigsten Einschätzungen und Praxistipps direkt von unserer Expertin hören möchten, haben wir ein ausführliches YouTube-Video veröffentlicht:
Hier geht’s zum Video

Die gute Nachricht ist: Das Interesse, die Bedürfnisse und Suchanfragen der Menschen sind weiterhin da. Was sich verändert, ist die Art, wie Menschen suchen – und wie Suchergebnisse digital dargestellt werden.

Bisherige Welt:

  • Suche über Keywords
  • Liste relevanter Websites
  • Klick, um mehr zu erfahren

Neue Welt:

  • Suche über Fragen (Prompts)
  • Individuelle Antwort wird über das KI-Tool zusammengestellt
  • Nutzer stellen im KI-Chat häufig weitere Fragen

Kurz gesagt: In Zukunft heißt es „Win the answer“ statt „Win the click“.

Wir haben für Unternehmen aus unserer Sicht die fünf wichtigsten Tipps zusammengestellt, um im aktuellen GEO-Hype den Überblick und die Orientierung zu behalten.

Tipp 1: GEO sollte als Führungsaufgabe verstanden werden

GEO ist kein neuer Marketingkanal, sondern Ausdruck eines kulturellen Wandels im Suchverhalten. Der Hype um GEO fordert Unternehmen dazu auf, einen kritischen und ganzheitlichen Blick auf die gesamte (digitale) Marketingstrategie und Customer Journey zu werfen.

Mit welchen Kanälen erzielen Sie welchen Impact zu welchen Kosten? Welche Rolle spielt Ihre Unternehmenswebsite im jeweiligen Geschäftsmodell? Welche Fragen stellen Ihre Kunden in den einzelnen Kaufphasen – und wie sowie wo geben Sie darauf Antworten?

Tipp 2: Prüfen Sie die emotionale Stärke Ihrer Marke

Die Sehnsucht nach starken Marken, die Orientierung und Halt geben, ist größer denn je. Laut einer Studie von Yext Research aus 2025 stammen 86 Prozent der Quellen von KI-Antworten aus Inhalten, die Marken selbst erstellen oder stärken können:
eigene Websites, Brancheneinträge, Social-Media-Profile (inkl. YouTube) und Kundenbewertungen.

Unternehmen und Marken dürfen – und müssen – sich stärker denn je auf das besinnen, was KI nicht leisten kann: Resonanz und emotionale Präzision. 2026 wird der Fokus wieder stärker auf dem Kern des Marketings liegen: konsistente Markenführung, Glaubwürdigkeit, Empfehlungsstärke und Vertrauen. Reputation wird zum zentralen Faktor für Sichtbarkeit – mehr noch als Keywords und Rankings.

Tipp 3: SEO-Fundament zuerst

GEO-Hype hin oder her – SEO bleibt essenziell für Unternehmenswebsites. Technische Qualität wie schnelle Ladezeiten, eine saubere Codebasis, strukturierte Daten und eine klare Ausrichtung auf die Nutzerintention sind weiterhin entscheidend.

Ebenso wichtig bleibt eine fundierte Search-Analyse und -Strategie inklusive eines detaillierten Mappings von Suchthemen, Suchbegriffen und Nutzerfragen.

Tipp 4: Kontext ist entscheidend

In KI-Antworten werden Kontext und Nutzerabsicht immer berücksichtigt. Im Zweifel fragt das KI-Tool nach – etwa nach Anwendungsbereich, Branche oder konkreten Anforderungen und Zielen.

Für Unternehmen ist es daher entscheidend, mögliche Absichten und Fragen rund um Produkte und Dienstleistungen genau zu kennen – idealerweise aus Vertriebsgesprächen und Kundenbefragungen.

Diese Antworten sollten sichtbar gemacht werden, z. B. auf Produktdetailseiten, in FAQ-Bereichen, Videos, Interviews, Infografiken, Studien oder Business Cases. Nur so kann KI kontextbasiert Inhalte aus Ihrer Website oder weiteren Kanälen wie YouTube oder Social Media zitieren oder als Quelle nennen.

Der Kontextbezug stellt zudem sicher, dass Ihre Inhalte einzigartig sind. Generische Inhalte werden künftig für Unternehmenswebsites zunehmend irrelevant, da KI-Tools diese in vielen Fällen direkt aus Trainingsdaten beantworten.

Tipp 5: Testen Sie Ihre Marke und Produkte in verschiedenen KI-Tools

Ein praktischer Tipp zum Schluss: Geben Sie regelmäßig relevante Kundenfragen in verschiedene KI-Tools ein und prüfen Sie, ob Ihre Marke erwähnt oder zitiert wird.

Die genannten Quellen bieten zudem Inspiration, etwa für die Platzierung von PR-Texten oder Advertorials in relevanten Fachmedien. Gleichzeitig erhalten Sie ein Gefühl dafür, in welchen Phasen des Kaufprozesses Sie als Unternehmen sichtbar sein möchten.

Tendenziell wird die reine Informationsphase für viele Unternehmen an Bedeutung verlieren, da KI-Tools hier häufig direkt aus Trainingsdaten antworten – meist ohne zu zitieren. Der Fokus wird künftig stärker auf dem mittleren und unteren Bereich der Customer Journey liegen.

Der Schlüssel dazu sind einzigartige, hochwertige Produktdetailseiten, die zentrale Fragen und Bedürfnisse Ihrer Zielgruppen umfassend beantworten.

Nutzen Sie den aktuellen Wandel aktiv für Ihre Positionierung. Wenn Sie wissen möchten, wie Sie Ihre Marke gezielt für GEO und KI-Suchsysteme sichtbar machen und strategisch richtig aufstellen, sprechen Sie uns an.

Wir analysieren Ihre aktuelle Ausgangssituation, identifizieren konkrete Potenziale und entwickeln eine klare Roadmap für Ihre digitale Sichtbarkeit in der neuen KI-Suchwelt.

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