QUOD TEMPUS – CORONA

WIE VERÄNDERT EIN VIRUS DIE WELT
UND WAS BEDEUTET DAS?
GRUPPE DREI Corona

WIE VERÄNDERT EIN VIRUS DIE WELT UND WAS BEDEUTET DAS?
 

PROLOG

Mit dem Online-Brief „QUOD TEMPUS CORONA“ wollen wir unsere Begleiter, Kunden und Interessenten an den strategischen Überlegungen unserer Agentur teilhaben lassen. Als Marketing- und Kommunikationsstrategen nehmen wir die Erschütterung der Weltgesellschaft zur Kenntnis, wenden uns aber der Zeit nach der Pandemie zu. Wir tun dies in der Annahme, dass es früher oder später Impfstoffe und Medikamente geben wird, dass die Weltwirtschaft wieder in Fahrt kommen wird, weil 7,6 Milliarden Menschen versorgt sein wollen.

Wir tun dies aber auch in der Annahme dass diese Pandemie eine nachhaltige Irritation für die Menschen bedeutet. Dabei interessiert uns besonders welche Konsequenzen dies nach sich zieht und wie sich ggf. Grundhaltungen modifizieren werden. Unsere Themenschwerpunkte werden sein: Veränderte Wertvorstellungen, Sozialverhalten, Konsumverhalten, Freizeit- und Reise-Verhalten sowie veränderte Erwartungshaltungen, Sehnsüchte und Präferenzen.

Prognosen sind immer mit Unwägbarkeiten verbunden. Deshalb geht es uns in dieser Serie um systematische Herleitungen. Es geht uns nicht um Märchen!

SITUATIONS-
AUFRISS

Anfang April 2020 steht die Weltwirtschaft mit einem Bein im Kollaps. Die Menschen stehen unter dem Eindruck nie dagewesener Vorsichtsmaßnahmen und Beschränkungen angesichts einer sich vielerorts weiter ausdehnenden Covid-19-Epidemie. Das öffentliche Leben ist in Deutschland nahezu zum Erliegen gekommen, alltägliche Aktivitäten, wie Arbeiten, Einkaufen, sich mit Freunden treffen, familiäre Engagements... All das findet quasi nicht mehr statt. In den meisten Branchen sind die Umsätze eingebrochen und es zeichnet sich ein unermesslicher Wirtschaftlicher Schaden ab.

Die Menschen erleben all dies als irreale, nicht fassbare Zeit mit großem Angstpotenzial. Viele Branchen können sich eine positive Zukunft fast nicht mehr vorstellen, sie empfinden diese extern induzierte Katastrophe als nicht fassbare Bedrohung und als existenzgefährdend. Eine in jeder Hinsicht fremdartige Erfahrung für Menschen in Wohlstandsgesellschaften sucht vergeblich nach Antworten und Erklärungen – Mutmaßungen, Spekulationen bis hin zu Verschwörungstheorien sind die logische Folge.

Konsequent und  besonnen hergeleitete Gegenmaßnahmen sind kaum auszumachen. Panik nach außen ist allerdings auch nicht erkennbar. Panik nach innen aber schon.

KRISENVERLAUF

Jede Krise hat einen Anfang und sie hat ein Ende. Die Frage ist nur wann. Typisch für den Verlauf von Krisen ist gewissermaßen die Tunnelfahrt: Von der Tunneleinfahrt bis zum Erreichen der tiefsten Dunkelheit verlangsamt sich innere Motivation und Hoffnung, jemals wieder aus dem Tunnel herauszukommen. Nur mit Anstrengung gelingt es, den Lichtschein des Ausgangs an der Tunnelwand zu erkennen, bis man schließlich die Tunnelausfahrt sehen kann und die Hoffnung und Zuversicht auf eine „neue Welt“ wächst. Mit jedem Meter wird dieses Licht am Ende des Tunnels größer und die Motivation, diese „Neue Welt“ auch entdecken zu wollen nimmt zu.


 

 




 

Im April 2020 erkennen wir gerade eben mal den zarten Lichtschein der Ausfahrt an der Tunnelwand. Aber jetzt anzuhalten wäre fatal! Im Gegenteil! Jetzt gilt es, sich der „Neuen Welt“ intensiv zuzuwenden und den eigenen Platz, die eigene Position in dieser neuen Welt zu definieren.


Um genau dies ernsthaft tun zu können, müssen wir aber wissen, wie diese neue Welt aussehen wird, wie die Menschen ticken werden, die dort leben und welche Trends dorthin führen. Allein aus der Diskrepanz zwischen der „alten“ und „neuen Welt“ können wir für uns herausarbeiten, wie wir uns anpassen müssen, um dort ein gutes Leben zu haben.

LERNKURVE

Jede Krise zeigt ähnliche Verläufe: Informationen ignorieren > Informationen belächeln und Witze machen > Ungläubigkeit gegenüber Nachrichten > Verdrängung > Projektion: „die Anderen...“ > Betroffenheit > Überinformation > Panik > Konfusion > Überreaktionen > Schockstarre > sachliche Analyse > Besonnenheit > konstruktives Vorwärtsdenken > Neugier > Motivation für morgen > Aktion > Erfolg.

Nein, das ist keine Phantasie, das ist immer so!

Wir wollen mit Ihnen heute schon konstruktiv vorwärtsdenken!

ERKENNBARE TRENDS UND SZENARIEN

Die Zukunft vorhersagen können Wahrsager, Glaskugelbesitzer, Zukunftsforscher und Praktiker. Wir verstehen uns als Praktiker. In diesem Sinne zählt für uns Empirie, also komplexe Erfahrungen aus der Vergangenheit, Analysen der Gegenwart und logische und strategische Projektionen in die Zukunft.

Stellt sich demzufolge zuallererst die Frage: Was konnten wir in Sachen Marktbewegung und Verhaltensmuster bereits in den vergangenen Jahren beobachten!

Der Mensch ist im Anthropozän

Rückgang klassischer Wertvorstellungen:

1. oberflächlichere Bildung > Flachbildschirmwissen ohne Zusammenhänge
2. Reduktion von Verantwortungsbewusstsein
3. Individualisierung im Sinne von „ich bin ich“
4. Säkularisierung > ICH im Zentrum der Welt
 

Überhöhung seiner selbst:

1. Individualisierung im Sinne von „ich bin ich“
2. Vollkaskomentalität > einer muss ja schuld sein, nur ich nicht!
3. Convenience > Bequemlichkeit in jeder Hinsicht, besonders beim Einkaufen, bei Dienstleistungen, bei der Nahrungsaufnahme und bei zwischenmenschlichen Interaktionen jeglicher Art

Emotionale Ergonomie:

1. Was nicht auf Anhieb „passt“ wird verworfen > kämpfen um die bessere Lösung und Frustrationstoleranz: Fehlanzeige
2. Digitalisierung als Heilsbringer > Fingerwisch als Lösungsansatz
3. Konflikt wird als Angriff interpretiert und nicht als Chance > Talkshowsyndrom



 






 

Sehnsuchtsprofil:

1. Aufmerksamkeit
2. Geborgenheit
3. Zeit, Natur, Ruhe

KONKRETION

Besonnenheit
Im Moment der Krise, sollte man den Krisenschock nicht auf die Zukunft übertragen! Erinnern wir uns an den 11. September 2001: In kurzer Folge steuern zwei Passagiermaschinen das World-Trade-Center in New York an und zerstören beide Gebäude. Dieser Terroranschlag kostet rund 3.000 Menschen das Leben, 25.000 werden verletzt. Jeder wird sich recht genau erinnern, in welchem Moment er davon erfahren hat und wo er/sie war. In der Folge war sich die ganze Welt darüber im Klaren: Es wird nie mehr so sein wie vorher. Diese Annahme hat sich als falsch erwiesen. (siehe Tschernobyl, siehe Fukushima, siehe...)
Gehen wir davon aus, dass gegen Covid-19 wirksame Medikamente und Impfstoffe entwickelt werden und gehen wir ferner davon aus, dass die Pandemie abgewendet ist, dann wird sich das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben aller Wahrscheinlichkeit nach „normalisieren“ – die Fragen sind: 1. Wann wird das sein? Und 2. Wie wird das sein? 3. Welche Denk- und Verhaltensmuster werden die Menschen gleichsam als „Lerneffekt“ beibehalten?

Erste Antworten
Medikamente und Impfstoffe werden im Laufe des zweiten Halbjahres 2020 zur Verfügung stehen.

Die Normalisierung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens wird in Deutschland Ende April beginnen. Die Infektionszahlen werden zurückgehen.

Die Menschen werden die Vorzüge des „kontaktlosen“ Online-Handels schätzen gelernt haben. Sie werden diese Form des „Convenience-Shopping“ beibehalten, respektive erweitern.

Erste Konsequenzen
1. Die Menschen werden sich erst allmählich wieder nach draußen wagen dürfen. Hotellerie und Gastronomie, der Tourismus insgesamt (außer Womo) müssen aber eine Durststrecke hinnehmen. > hier sind deshalb verstärkte Kommunikations-maßnahmen angeraten!

2. Nach Berechnungen des Institutes für Handelsforschung (IFH) in Köln werden bis 2030 ca. 65.000 stationäre Fachhandelsgeschäfte verschwinden. Diese verschwinden vor allem aus den Innenstädten kleinerer und mittelgroßer Städte. Damit wird sich deren Charakter noch stärker verändern, als bislang. > hier sind deshalb verstärkt emotionale strategische Planungen angeraten, die nicht durch ein formales ISEK oder eine Stadtplanung von gestern zu bewältigen sind!

Alle Geschäfts- und Handels-Prozesse, die nicht online abgebildet werden, wird der Verbraucher früher oder später ignorieren. > eine plausible, didaktisch einwandfreie und technisch ausgereifte sowie gut vernetzte Online-Präsenz wird deshalb immer wichtiger.

Angesichts der Alterung unserer Gesellschaft und der durch den Virus verbreiteten Erkenntnis, dass ältere Menschen besonders gefährdet sind,
wird auch Nahversorgung zu einem Hol- und Bringthema werden. > das kann für viele ein neues, chancenreiches Geschäftsmodell sein – was aktuell bereits sichtbar wird.
 



 

Brachenübergreifende
Sofortmassnahmen:


1. Es wird in Zukunft noch mehr kontinuierlicher Kundenkontakt erforderlich sein, um sich langfristiges Geschäft zu sichern. > belebte Auftritte in sozialen Netzwerken werden zur Selbstverständlichkeit, reale und doch digitale Vertriebsmodelle halten verstärkt Einzug.
2. Klein- und Mittelunternehmen (KMU) sind noch stärker gefordert, auf sich aufmerksam zu machen.
3. Storytelling und Wissensvermittlung wird höchste Zeit.

WEITERDENKEN MIT IMPULS

Beginnt jetzt eine neue Zeit?
Nein! Natürlich nicht!
Und der nächste Virus kommt bestimmt!
Zumindest aber in der anfänglichen post-Corona-Zeit im Sinne einer Normalisierungsphase werden die Menschen den Eindruck der Befreiung haben. Sie werden unter dem Eindruck stehen, dass eine neue Zeit beginnt. Spätestens wenn aber Greta wieder auf dem Plan steht, steht auch schon die nächste Herausforderung vor der Tür: Wie werde ich mein Unternehmen, meine Stadt, meine Person als Vertrauensrepräsentantin / Vertrauensrepräsentant für eine bessere Welt inszenieren können? Jetzt ist die Zeit, sich strategisch auszurichten.

Eine Zeit der Ernsthaftigkeit
Wir haben in den letzten Monaten alle gelernt, dass "lirumlarumlöffelstil" nicht geht. Kontakte meiden, aber draußen Corona-Parties feiern – das war so ziemlich das Letzte! Damit ist auch klar, dass alle Marketing- und Kommunikationsstrategien, die in der Vergangenheit auf trallala/hoppsasa gesetzt haben, in naher Zukunft erfolglos bleiben werden.

Die Gesellschaft wird sich von Oberflächenkonsum, Oberflächenmarketing und Oberflächlicher Kommunikation abwenden. Sie wird sich von coolen Sprüchen abwenden, wenn diese auch nur den Anschein der schnellen Verkaufe in sich tragen.

 

GANZ KONKRET

1. Vertriebsstrukturen und Vertriebssysteme analysieren und anpassen > das ist auf digitalen Wegen auch sofort anzugehen
2. Produktpalette analysieren, Zukunftsszenarien ermitteln und eventuelle Zukunftsfelder entwickeln
> interne Zukunftsgruppen gründen
3. Markenüberprüfung, Werteüberprüfung und Unternehmenshaltung jetzt auf zukunftsfähigkeit prüfen und gegebenenfalls anpassen
4. Aktuelle digitale Kanäle ausweiten und verbessern > wie ist es mit Ihrem Storytelling, wie ist Ihr Auftritt in den sozialen Kanälen & sind Sie in den relevanten Plattformen präsent?, benötigt es einen Online-Shop, bieten Sie digitale Vertriebslösungen, Webinare etc.
5. SEO und SEA-Maßnahmen
6. Digitale Services aus- und aufbauen > Chatsysteme, digital basierte Produkpräsentationen sowie Produktschulungen etc.
7. klassische Kommunikationsmaßnahmen
> Kommunikative Lösungen "für danach" bereits jetzt planen, konkretisieren und vorbereiten 

Lassen Sie uns die Dinge gemeinsam angehen. Impulse von außen, von erfahrenen Leuten können helfen.

Ihr direkter Kontakt zu uns:

E-Mail: info@gruppedrei.com

Telefon: 07721 84210